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Epos und Topos

„Nicht allein unsere Erinnerungen, auch unsere Vergessenheiten sind einquartiert. Unser Unbewußtes ist einquartiert. Unsere Seele ist eine Wohnung. Und wenn wir uns an Häuser und Zimmer erinnern, lernen wir damit, in uns selbst zu wohnen. Jetzt sieht man es, die Bilder des Hauses bewegen sich in zwei Richtungen: sie sind in uns ebenso, wie wir in ihnen sind.“ (Poetik des Raumes, Bachelard, 26 )

Jahrhundertelang war die Virgilkapelle ein vergessener Raum, der unter der Erde vergraben lag, bis sie 1973 während des U-Bahn-Baus entdeckt wurde.
Am Beispiel dieser Kapelle soll dieses Projekt uns durch eine Reise der Erinnerungen durch Zeit und Raum führen.
Dieses Projekt soll eine architektonische Rekonstruktion eines 800 Jahre alten kollektiven Gedächtnisses, welches aus individuellen innenräumlichen Charakteren besteht illustrieren.
Der Begriff des kollektiven Gedächtnisses von Maurice Halbwachs (1950) soll als Werkzeug dienen um die Erinnerungen einer Gesellschaft als ein soziales Phänomen, welches länger als ein Individuum existiert, zu verstehen.
Zudem dient die Topoanalyse von Gaston Bachelard (1969) als Methodik um die Kraft der Innenräume als Poetische Bilder auf der individuellen Ebene zu analysieren.

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